Sonntag, 21. September 2014
 
 
Apfelgeschichten, Gedichte, Lieder und Sprichwörter
Kinderlied

In einem kleinen Apfel,
da sieht es niedlich aus.
Es sind darin fünf Stübchen,
grad wie in jedem Haus.

In jedem Stübchen wohnen
wwei Kernchen, braun und klein.
Die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.

Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum!

Volksgut




Das kennt jeder

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

Jemand muss in den sauren Apfel beißen!

Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen!

Auch der schönste Apfel hat oft einen Wurm!

Vom schlafenden Apfel

Im Baum, im grünen Bettchen,
hoch oben sich ein Apfel wiegt.
Der hat so rote Bäckchen,
Man sieht, dass er im Schlafe liegt.

Ein Kind steht unterm Baume,
das schaut und schaut und ruft hinauf:
„Ach Apfel, komm herunter!
Hör doch endlich mit dem Schlafen auf!“

Es hat ihn so gebeten
Glaubt ihr, er wäre aufgewacht?
Er rührt sich nicht im Bettchen,
Sieht aus, als ob im Schlaf er lacht.

Da kommt die liebe Sonne
Am Himmel hoch daherspaziert.
„Ach Sonne, liebe Sonne,
Mach du, dass sich der Apfel rührt!“

Die Sonne spricht: „Warum nicht?
Und wirft ihm Strahlen ins Gesicht,
küsst ihn dazu so freundlich;
der Apfel aber rührt sich nicht.

Nun schau! Da kommt ein Vogel
Und setzt sich auf den Baum hinauf.
„Ei, Vogel, du musst singen,
gewiss, gewiss, das weckt ihn auf!“

Der Vogel wetzt den Schnabel
Und singt ein Lied so wundernett.
Und singt aus voller Kehle;
Der Apfel rührt sich nicht im Bett.

Und wer kam nun gegangen?
Es war der Wind, den kenn ich schon,
der küsst nicht und der singt nicht,
der pfeift aus einem andern Ton.

Er stemmt in beide Seiten
Die Arme, bläst die Nacken auf
Bläst und bläst und richtig,
der Apfel wacht erschrocken auf.

Und springt vom Baum herunter
Grad in die Schürze von dem Kind;
Das hebt ihn auf und freut sich
Und ruft: „Ich danke schön Herr Wind!“

Robert Reinick